Unsere Pflegeberatung ist der wichtigste Bestandteil des Pflegestützpunktes Märkisch-Oderland:

Ob und wie viel Hilfe einem Pflegebedürftigen zusteht, ermittelt eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK). Während eines Hausbesuchs erstellt ein Gutachter des MDK eine „Bestandsaufnahme“ der Pflegebedürftigkeit des Antragstellers.

Unsere Pflegeberater haben langjährige Erfahrungen mit der Beratung rund um alle Fragen der Pflege und Versorgung. Wir Unterstützen Sie bei der Antragstellung für eine Pflegestufe bis zur Begleitung bei der Begutachtung durch den MDK.

Darüber hinaus übernehmen wir die Beratung, Schulung sowie die Anleitungen von pflegenden Angehörigen, Pflegepersonen und Pflegebedürftigen in individuellen Schulungen. Wir lotsen Sie durch den Dschungel aus Gesetzen und Verordnungen, helfen Ihnen bei Anträgen,Widersprüchen und Einsprüchen, geben Tipps und stehen Ihnen jederzeit helfend zur Seite.

Wir arbeiten mit dem Pflegestützpunkt Märkisch-Oderland zusammen und betreuen den ersten Stützpunkt im Landkreis Märkisch-Oderland. Er befindet sich im Gesundheitszentrum Hoppegarten, Lindenallee 7, 15366 Hoppegarten.

Beratung

Unsere Pflegeberater führen verschiedene Kurse für pflegende Angehörige durch, dabei richten sich die Kurse nach den Bedürfnissen der Teilnehmer. Nachfolgend möchten wir Ihnen grob unsere Beratungskomplexe mit deren Inhalten vorstellen.

1.Gestaltung der persönlichen Umgebung: Krankenzimmer, Hilfe im Badezimmer, Wohnraumgestaltung, technische Hilfe, (Zusatz: Sturzprophylaxe)

2.Pflegesituation: Belastung durch die Pflegesituation, Strukturierung des Tagesablaufs, Umgang mit besonderen Belastungssituationen (Krankheitsbilder, Pflegebeziehung)

3.Pflegeperson: Informationen für Pflegepersonen (Kurzzeit-, Ersatzpflege, Tages-/Nachtpflege, Pflegetagebuch), Selbsthilfegruppen, rückenschonende Arbeitsweise und Hilfsmittelgebrauch

4.Wahrnehmung der pflegebedürftigen Person / Überprüfung von Vitalzeichen (außer Atmung): Mimik, Gestik, Stimmung, Haut, Ausscheidungen, Messtechniken für die Körpertemperatur, Puls, Blutdruck, Abweichung von den Normwerten (Besonderheiten bei Fieber)

5.Atmung und Vorbeugung: Wichtigkeit der Atmung, Beobachtung derAtmung, Pneumonieprophylaxe

6.Gesunde Ernährung und Vorbeugung von Zweiterkrankungen: Bedeutung der Ernährung (Alter, Krankheit), Darreichung der Nahrung und Getränke, Ess- und Trinkhilfen, ernährungsbedingte Störungen, Obstipation, Soor- und Parotitisprophylaxe (Verabreichung von Sonderkost)

7.Bewegung und Vorbereitung von Zweiterkrankungen: Mobilisation, Dekubitus-, Thromboseprophylaxe (technische Hilfen, z.B. Drehscheiben)

8.Körperpflege und Vorbeugung von Zweiterkrankungen: Teilwäsche, Ganzwäsche, Intertrigoprophylaxe (aktivierende- beruhigende Wäsche, basale Stimulation)

9.Medikamenteneingabe: Aufbewahrung, Umfang, Verabreichung, Teezubereitung (Wickel)

10.Ausscheidung: Hilfen, Unterstützung (Inkontinenz, Stomapflege)

11.Begleitung Sterbender: Sterbephase, pflegerische Maßnahmen in der Sterbebegleitung unter Berücksichtigung spezieller Pflegeprobleme (Hospizarbeit)

12.Zusätzliche Pflegekurse: Parkinson (Einführung, Symptome, Pflegeversorgung, Hilfsangebote), Pflegekurs „Multiple Sklerose“ (Verlaufsformen, Pflegeversorgung, Hilfsangebote).

Die Schulungsinhalte zum Einsatz von Hilfsmitteln werden an die jeweiligen Krankheitsgeschehen angepasst und aufgezeigt (z.B. Parkinson und der Einsatz von Rollatoren, Lagerungshilfsmittel bei der Lagerung von Schwerstkranken, Badewannenlifter usw.).

Der zeitliche Rahmen unserer Kurse für pflegende Angehörige umfasst zwischen einer und zwei Stunden.